Power aus der Region

Weizengras, Chiasamen oder Açai-Beeren haben eine weite Reise hinter sich, ehe sie bei uns eintreffen. Wir stellen Euch heimische Superfood-Alternativen vor.

Oft sind es exotische Lebensmittel, die als „Superfood“ angepriesen werden. Dabei haben wir auch viele heimische Lebensmittel, die jede Menge gesunde Inhaltsstoffe aufweisen und das Immunsystem stärken. Zudem sind diese oft billiger und durch kürzere Transportwege auch umweltfreundlicher. Doch welche heimischen Alternativen entsprechen den beliebten exotischen Superfoods?

Entgiftung: Grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat oder Grünkohl statt Weizengras
Brokkoli Gergely Meszárcsek auf Pixabay

Chlorophyll soll entgiftend wirken, die Wundheilung fördern und die Darmflora unterstützen. Dieser Farbstoff ist in allen grünen Pflanzen enthaltenen, also auch in unseren heimischen Gemüsesorten.

Omega-3-Fettsäuren: Leinsamen statt Chiasamen

Leinsamen weist sogar einen höheren Gehalt an Protein und Omega-3-Fettsäuren auf als Chiasamen. Vorsicht: Neben heimischem Leinsamen ist oft auch Ware aus fernen Ländern im Angebot.

Protein und Eisen: Hirse statt Quinoa

Hirse Bishnu Sarangi auf Pixabay

Quinoa ist eine gute Eiweißquelle und enthält viel Eisen. Aber auch Hirse verfügt über wertvolles Protein und reichlich Eisen. Sowohl Quinoa als auch Hirse sind für Menschen mit Zöliakie geeignet, da beide glutenfreie Körnerfrüchte sind.

Radikalfänger: Blaues Obst und Gemüse statt Açai-Beeren

Açai-Beeren enthalten Anthocyane, blaue Pflanzenfarbstoffe, die den Körper vor freien Radikalen schützen können. Aber auch heimische blaue und violette Obst- und Gemüsearten, wie zum Beispiel Heidelbeeren, Holunderbeeren, blaue Trauben oder Rotkohl sind reich an Anthocyanen.

Stoffwechsel: Kamillen- oder Löwenzahntee statt Matcha-Pulver

Kamillentee congerdesign auf Pixabay

Matcha-Pulver soll als gesunder Wachmacher den Stoffwechsel ankurbeln und beim Stressabbau helfen. Tees aus heimischen Kräutern werden schon seit Jahrhunderten in der Pflanzenheikunde verwendet. Kamillentee zum Beispiel wirkt beruhigend und entspannend, Tee aus Löwenzahn kurbelt den Kreislauf und die Verdauung an und wirkt blutdrucksenkend.

Ungesättigte Fettsäuren: Walnüsse statt Avocado

Auch hier übertrifft die heimische Frucht den Exoten: Walnüsse haben einen höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren als Avocados. Vorteil: Walnüsse können lange gelagert werden.

Walnüsse Pera Detlic auf Pixabay

Vitamin C: Schwarze Johannisbeeren und Sanddorn statt Goji-Beeren

Heimische Beeren können sehr gut mit der exotischen Variante mithalten. Schwarze Johannisbeeren oder Sanddornbeeren enthalten sogar mehr Vitamin C als Goji-Beeren.

Tipp: Wer gerne Goji-Beeren isst, kann sie auch im heimischen Garten anbauen. Die Beeren wachsen auch in unserem Klima.

Von Dr. Stefanie Wellner

 

 

 

 

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